Video-Protest: Wettbewerbsfilm zum 99Fire Films Award kritisiert Wettbewerb selbst

Der 99-Fire Films Award findet dieses Jahr zum 4. mal im Rahmen der Berlinale statt.

Die Facts:
Glamour, Schein, Blitzlichtgewitter: eine wirklich tolle Veranstaltung mit internationalen Sponsoren wie u.a. McDonald’s (2011) oder Fiat (2012).
Renommierte Jury bestehend aus „Constantin Film” Geschäftsführer Torsten Koch, Schauspielerin Bettina Zimmermann, Schauspieler Kai Wiesinger, Modedesigner Wolfgang Joop, Regisseur Leander Haußmann, Schauspieler Wotan Wilke Möhring, Schauspielerin Natalia Avelon, Schauspieler Roman Knizka und „Myvideo” Geschäftsführer Manuel Uhlitzsch.

Mitmachen kann laut eigenen Angaben der Veranstalter jeder Hobbyregisseur, Filmverrückte, Werber, Student, kreative Kopf mit Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Die Filmemacher kriegen unter einem Wortspiel-Motto (letztes Jahr bspw. „Kaffee”) die Gelegenheit, in exakt 99 Stunden einen Film zu konzipieren, zu drehen und zu schneiden, der wiederum genau 99 Sekunden lang sein darf. Der Gegner: Die Zeit.

1. Preis – „Bester Film” erhält 9.999 €
2. Preis – „Beste Kamera” erhält 999 € für eine Teamparty
3. Preis – „Beste Idee” erhält 999 € für eine Teamparty
„Publikumspreis” powered by MyVideo erhält 999 € für eine Teamparty.

Jubelndes Publikum, feine Party, beste Verköstigung und und und. Aber wie sieht es hinter den Kulissen tatsächlich aus? Damit hat sich ein Bewerber-Team dieses Jahr näher beschäftigt.

Im vergangenen Jahr habe ich die Preisverleihung selber live miterlebt. Gutgläubig wie ich bin, war ich begeistert über die wunderbaren hochprofessionellen Clips, die nominiert waren. Ein phantasiereicher Mix aus allen Genres konnte bestaunt werden. Meine persönlichen Favoriten darunter:

ONCE UPON A COFFE
PULS DER ZEIT (Gewinner „beste Kamera 2011”)

Generation „Aufklärung via Facebook” belehrte mich dann eines besseren! Vor einigen Tagen kursierte bei Facebook der oben verlinkte Spot „Wir bitten um eure Aufmerksamkeit”. Hier haben junge Filmemacher Modalität und Teilnahmebedingungen vom „99Fire Films Award” im Hinblick auf die Filmrechte mal etwas genauer unter die Lupe genommen. Ihre Erkenntnisse sind im 99 Sekunden langen Clip – den sie zum Wettbewerb eingereicht haben – eindeutig dargestellt.

Ich bin sehr gespannt, ob die offene und kritische Botschaft es in den Kreis der Nominierten schafft, bzw. ob die Entscheidungsträger sich einen solchen Riss ins Image der glanzvollen Veranstaltung erlauben möchten.
Alternativ gibt es ja in manchen Bereichen erfreulicherweise noch ein Mitspracherecht durchs Volk. So können wir auch hier in der Kategorie „Publikumsvoting” am heutigen Tag unter 99 ausgewählten Clips mit wählen. Ob diese schöne Offenbarung der jungen Filmemacher unter die 99 kommt, ist noch offen.

Ab 15 Uhr (Freitag, 10.02.2012) ist Voting-Start. Infos dazu hier!

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2 Antworten auf Video-Protest: Wettbewerbsfilm zum 99Fire Films Award kritisiert Wettbewerb selbst

  1. Das war schon das Problem bei dem 35kaliber Wettbewerb in
    München letztes Jahr.

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  2. danke für diesen beitrag… sieht so aus, als ob ihr nicht korrumpierbar seid… bleibt es bitte weiter!!!!!!!

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